Dies hier ist meine Lieblingsüberschrift aus dem Monat März. Wohl deshalb, weil ich seit Monaten darauf warte, sie lesen zu können. Sie stammt aus der “Welt” und lautet “Kohlekraftwerk Moorburg wird nicht gebaut”. Leider klingt sie optimistischer, als es bislang den offiziell bekannten Tagsachen entspricht. Nach wie vor gibt es keinen Kompromiss in Sachen Kohlekraftwerk Moorburg und Elbvertiefung. Die GAL hat für Sonntag, den 27. April, ihre Mitgliederversammlung einberufen. Dort soll der Koalitionsvertrag diskutiert und abgestimmt werden.
Februar 25, 2008
Ein Lichtblick im Kampf gegen den Bau des Kohlekraftwerkes Moorburg?
Ein Artikel aus der “DIE ZEIT” vom 25.02.2006 macht Hoffnung, dass der vorzeitige Baubeginn des Kohlekraftwerkes Moorburg jetzt gestoppt wird.
Hier ein Ausriss:
“Was nicht heißt, dass die Grünen einer Zusammenarbeit mit der CDU an der Elbe völlig abgeneigt sind. Auch sie brauchen neue Optionen. Auch sie wissen, dass Rot-Grün kein mehrheitsfähiges Bündnis mehr ist. Nur weiß die Parteiführung auch um die starken Widerstände an der traditionell linken Hamburger Parteibasis. Sie will deshalb auf jeden Fall den Eindruck vermeiden, ihr ginge es nur um die Beteiligung an der Macht. Ein paar spektakuläre Zugeständnisse wird von Beust schon machen müssen, damit es mit Schwarz-Grün in Hamburg klappt. Es ist deshalb sicherlich kein Zufall, dass in der Wahlnacht bereits über das Aus für das umstrittene neue Kohlekraftwerk in Hamburg spekuliert wurde.”
Auch die Initiative “Hamburg steigt um” sieht Hoffnung: “Entsprechend der ersten (Wahl-)Ergebnisse ergibt sich für die zukünftige Bürgerschaft eine Mehrheit GEGEN Moorburg.”
Hamburg 1 schreibt – auch hier ein Ausriss – zu einer möglichen schwarz-grünen Hamburger Regierung:
“Auf dem Weg zu einer schwarz-grünen Landesregierung in Hamburg müssten CDU und Grüne zahlreiche inhaltliche Gräben überbrücken. Kein Streitpunkt hat dabei eine vergleichbare Symbolkraft wie das geplante größte deutsche Steinkohlekraftwerk, mit dessen Bau im Hamburger Stadtteil Moorburg bereits begonnen wurde.”
Auch “Die Welt” sieht den umstrittenen Bau des Kohlekraftwerkes Moorburg als wichtigen Punkt für eine mögliche Koalition zwischen scharz und grün:
” Sollten die Grünen den Stopp der Kraftwerkplanungen als Morgengabe für eine Zustimmung der Elbvertiefung verlangen, könnte sich die CDU damit arrangieren, wenn die vertraglichen Bindungen mit dem Kraftwerksbetreiber Vattenfall dieses überhaupt zulassen. Doch genau das ist umstritten. Rechtlich ist Vattenfalls Anspruch zum Bau eines neuen Kraftwerks in Hamburg nicht zu stoppen, solange die Bundesrichtlinien zur Einhaltung der Schadstoffgrenzwerte eingehalten werden. Lediglich unerfüllbare Anforderungen des Senats an die wasserrechtliche Genehmigung des Baus könnten das Projekt zu Fall bringen. Die Genehmigung soll vor den Koalitionsverhandlungen nicht mehr erteilt werden.”
Das Hamburger Abendblatt schreibt nach der Wahl: “Enttäuschend: Die Wahlbeteiligung war die niedrigste aller Zeiten in Hamburg. Nur 62,2 Prozent der Bürger gaben ihre Stimme ab.”
Und die FAZ fragt sich: “Finden CDU und Grüne zusammen” und sieht auch den evtl. Bau des Kohlekraftwerkes Moorburg als wichtiges Einigungs-Thema. Ausriss: “Der Grünen-Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer äußerte sich zurückhaltend über eine Koalition mit der CDU und verwies auf grundlegende Differenzen in der Umwelt-, Klima- und Bildungspolitik. Die Grünen würden von Beust nicht helfen, diese Politik fortzusetzen, sagte Bütikofer. „Wir werden mal gucken, wie sich das entwickelt, und dann werden wir unsere Schlüsse daraus ziehen.“ Die Hamburger Grünen sind unter anderem strikt gegen das Kohlekraftwerk Moorburg.”
Januar 21, 2008
Der NDR über Hamburg Mooburg im Oktober 2007
Mensch, Hamburg! – Moorburg: “Das Leben hier ist zwangsläufig ein Politikum”
Sabine Braun stapft durch wild wucherndes Gras an knorrigen Apfelbäumen vorbei. Sie zwängt sich durch ein fast zugewachsenes Loch in der Hecke und steht an ihrem Lieblingsort in Moorburg – dem verwunschenen Garten ihrer Künstlerfreundin Katrin Garbers. Hier befinden sich ein ausgedienter Zirkuswagen und märchenhafte Keramikskulpturen. Hier findet Sabine Braun, die neben ihrer Tätigkeit als Sozialarbeiterin mit eigenem Puppentheater durch Norddeutschland reist, Ruhe und Inspiration. Das Panorama: Kühe grasen friedlich auf der angrenzenden Weide. Mitunter fliegt ein Reiher auf seinem Weg zur Elbe vorbei.
Schön, aber laut
Idylle pur also, obwohl Moorburg zum Kerngebiet des Bezirks Harburg gehört. Wäre da nicht die Geräuschkulisse. Das Rauschen schneller Autos, die auf der A 7 durch den Stadtteil rasen. Das Scheppern der Container und durchdringende Tuten der Frachtschiffe. Geräusche, die verraten wie nah der Hafen bereits herangerückt ist. “Das ist die bedrohte Romantik von Moorburg”, sagt Braun und spricht damit die Angst der Einwohner vor allzu moderner Stadtentwicklung an.
Bedrohte Romantik
Das angrenzende Altenwerder ist der Hafenerweiterung bereits zum Opfer gefallen. Dort erstreckt sich heute ein moderner Container-Terminal. “Das Leben hier ist zwangsläufig ein Politikum”, sagt Braun. Neben Raffinerie und Hafenerweiterung bereiten neue Kraftwerk-Pläne den Moorburgern Sorgen. Derzeit prüft die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, ob der Kraftwerk-Neubau genehmigt werden kann.
Einfach wegzuziehen, das kommt für Braun nicht in Frage. Die 45-Jährige mag die kreative Atmosphäre: “Die Natur lässt der Kunst viel Raum. Mittlerweile sind mehr als 20 Maler, Bildhauer, Musiker und andere freischaffende Künstler hergezogen.” Ebenso gefällt ihr, dass Moorburg von immer mehr Familien entdeckt wird. “Die Kinder besuchen mich gerne in meinem Puppenhaus im Garten, wo ich Marionetten und Kulissen für neue Theaterstücke herstelle.” Wenn sie genug gebastelt und gespielt haben, geht es hinauf auf den alten Elbdeich. Dort, oberhalb der Durchfahrtsstraße Richtung Stade und Cuxhaven, findet das Leben statt. “Wer dabei an Wohnen am Wasser denkt, liegt falsch”, erklärt Braun. Der an den alten Deich angrenzende Arm der Süderelbe ist schon lange trockengelegt.
Jahrhundertealte Kirche
Von Sabine Brauns Haustür sind es nur wenige Schritte bis zur St.-Maria-Magdalena-Kirche. Auf dem Weg schaut sie oft bei Ulrich Wendt vorbei. Er komponierte in seinem urigen Ständerwerk-Haus die Musik für “Kurz und schmerzlos”, “Getürkt” oder “Im Juli”. Filme des Hamburger Erfolgsregisseurs Fatih Akin. Nach einer Tasse Tee geht es weiter in Richtung Gotteshaus. Wenn Braun nicht im Chor singt, sitzt sie einfach nur auf den alten grünen Bänken. Die Barock-Kirche wurde 1597 gebaut und ist noch heute wichtiger Treffpunkt der Gemeinde.
Fast alles in Moorburg hat Tradition. Der Stadtteil ist einer der ältesten in Hamburg. Auch deshalb wird es Braun nie langweilig: “Mein Haus hat 120 Jahre auf dem Buckel und zwei Fluten überstanden. Wenn es im Wind knatscht und knackt ist das Teil der Moorburger Geschichte.”
Januar 21, 2008
Volkspetition gegen das Kraftwerk Moorburg – Der neue Anhörungstermin steht: 24.01.2008 17.00 Uhr bzw. 21.00 Uhr für die öffentliche Anhörung
Zeit und Ort für die neue Anhörung zur Volkspetition gegen das Kohlekraftwerk stehen nun fest.
Sie findet statt am
Donnerstag, dem 24. Januar 2008,
um 17.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft,
Trostbrücke 6,
20457 Hamburg
Die Öffentliche Anhörung findet im Anschluss statt – also ab ca. 21 Uhr und deutlich später als bisher angekündigt!
Dezember 20, 2007
Demonstration gegen den vorzeitigen Baubeginn des Kohlekraftwerkes Moorburg
Hier gibt es einige Fotografien über den Baubeginn des Kraftwerkes in Hamburg Moorburg. Aber wie heisst es im Artikel so schön: Der Bau-Beginn bedeutet keine Genehmigung.
Dezember 20, 2007
Petition gegen das Kohlekraftwerk Moorburg ist doch erfolgreich
Schön, lesen Sie hier mehr, indem Sie auf diesen Link klicken.
Denn: Das Deichleben (und anderswo) ist großer Mist, wenn in der Nachbarschaft ein Kraftwerk ist.
Der “Förderverein Rettet die Elbe e.V.” hat gestern eine Presse-Mitteilung veröffentlicht, der Interessierte über den momentanen Stand der Dinge informiert.
Zur Pressemitteilung “Vattenfalsche Anlagen”.
Dezember 10, 2007
In Dänemark verboten: Der Bau von Kohlekraftwerken
Ein Bericht aus der Frankfurter Rundschau.
Dezember 10, 2007
Petition: Kein Kohlekraftwerk in Hamburg Moorburg
Hier geht es ohne Umwege zur aktuellen Petition. Abschluss-Termin für das Mitzeichnen ist der 3. Januar 2008.
Mit der Petition soll erreicht werden, den Bau neuer Braunkohle- oder Steinkohlekraftwerke sowie den Umbau bestehender Kraftwerke zu Braun- oder Steinkohlekraftwerken zu verbieten und unter Strafe zu stellen.
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=571